Glossar
Kamera und Technik

180 Grad Regel

Die 180 Grad Regel besagt, dass die Verschlusszeit beim Filmen etwa dem Kehrwert der doppelten Bildrate entsprechen sollte, also 1/50 bei 25 Bildern pro Sekunde.

Was bedeutet 
180 Grad Regel
?

Der Name stammt von der rotierenden Sektorenblende klassischer Filmkameras, die bei 180 Grad Öffnung jedes Bild genau eine halbe Bildperiode belichtet. Daraus ergibt sich eine Bewegungsunschärfe, die das menschliche Auge als natürlich und filmisch empfindet. Bei 24 Bildern entspricht das 1/48, praktisch 1/50, bei 50 Bildern 1/100. Für Unternehmensfilme sorgt die Regel für ruhige, hochwertige Bewegungen. Da die Verschlusszeit damit festgelegt ist, wird die Helligkeit über Blende, ISO und ND Filter gesteuert. Abzugrenzen ist sie von der gleichnamigen Achsenregel im Schnitt, die besagt, dass die Kamera eine gedachte Linie zwischen zwei Personen nicht überspringen soll. Bewusste Brüche der Regel sind ein legitimes Stilmittel.

Praxistipp

Prüfe bei Außendrehs, ob ND Filter vorhanden sind, sonst lässt sich die Regel bei Sonne kaum einhalten.

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